Das Tracking-Cockpit
Timer laufen nicht in einem Projekt, sondern im Tracking-Cockpit. Du erreichst es von jeder Seite, ohne deine Arbeit zu verlassen.
Im Header
„Zeiterfassung“ oben rechts öffnet das Cockpit und zeigt laufende Timer an. Auf schmalen Bildschirmen öffnet es sich als Schublade.
Als Fenster
Auf breiten Bildschirmen löst „Als Fenster lösen“ das Cockpit als verschiebbares Fenster. „Minimieren“ macht daraus eine kleine Pille, „Andocken“ bringt es zurück in den Header.
Mac-App: Menüleiste
Die Menüleiste zeigt die laufende Zeit. Ein Klick öffnet ein kompaktes Fenster mit den Tabs Timer, Heute und Erfassen. ⌘ + Shift + Leertaste öffnet es auch, wenn eine andere App im Vordergrund ist.
Mobile App
Die mobilen Apps sind noch in Entwicklung. Dort liegen Timer, Zeiteinträge und Projekte als eigene Tabs nebeneinander.


Zeiterfassung öffnen oder schließen
OdannTTimer starten oder speichern
TdannSHinweis T, dann S startet den obersten Timer, wenn keiner läuft, und speichert ihn, wenn genau einer läuft. Laufen mehrere, öffnet sich das Cockpit, damit du wählst. Beide Kürzel wirken nur, solange Self-Engine im Vordergrund ist.
Timer starten & speichern
Ein Timer misst eine Arbeitssitzung. Erst beim Speichern wird daraus ein Zeiteintrag.
Projekt wählen und starten
Öffne die Zeiterfassung und such unter „Projekt tracken“ dein Projekt in „Favoriten“, „Zuletzt genutzt“ oder „Alle Projekte“. Starte den Timer und ergänze eine Notiz zu dem, woran du arbeitest.
Tipp Markiere häufige Projekte mit „Als Favorit“; die Reihenfolge deiner Favoriten bestimmst du selbst.
Bei Bedarf anpassen
Der Stift am Timer öffnet „Zeiterfassung anpassen“. Dort änderst du das Projekt, verschiebst den Start oder die ganze Sitzung („Relativ verschieben“) und stellst die Rundung ein. Für eine vergessene Pause ist eine Phase im gespeicherten Eintrag besser als eine kürzere Zeit, weil die Pause dann als Pause erhalten bleibt.
Speichern
„Timer speichern“ macht aus der Sitzung einen Zeiteintrag, wendet die Rundung an und entfernt den Timer. Überschneidet sich die Zeit mit anderen Einträgen oder überschreitet sie das Tageslimit, bleibt der Timer angehalten stehen, bis du entschieden hast.


- „Timer abbrechen“ verwirft die Sitzung nach einer Rückfrage („Timer verwerfen?“). Es entsteht kein Eintrag, und die gemessene Zeit ist weg.
- „Timer ohne Projekt starten“ erfasst Zeit nur mit einer Zeitkategorie, etwa für Mittagspause oder Freizeit. Solche Zeit wird weder gerundet noch bezahlt. Mit „Projekt zuordnen“ machst du daraus später doch Projektzeit.
- Bis zu zehn Timer haben Platz im Cockpit, auch angehaltene, projektlose und geteilte. Ob ein neuer Timer die anderen stoppt, legst du unter Einstellungen → Projekte → Zeiterfassung fest („Andere Timer automatisch stoppen, wenn ein neuer gestartet wird“).
- Pro Projekt gibt es nur einen Timer. Das gilt auch, wenn das Projekt Teil eines geteilten Timers ist.
- Ziehe Timer-Karten, um ihre Reihenfolge zu ändern; das geht auch mit der Tastatur.
Pausen & Zeitkategorien
Jeder Timer und jeder Eintrag hat eine Zeitkategorie. Die Namen wählst du selbst, aber jede Kategorie gehört zu einer von fünf festen Zeitklassen. Die Klasse entscheidet, was als Arbeit zählt.
Fokus
Konzentrierte Arbeit, zum Beispiel die Kategorie Deep Work. Zählt als gebuchte Arbeit.
Aktiv
Normale Arbeit, zum Beispiel die Kategorie Arbeit. Zählt als gebuchte Arbeit.
Kurzpause
Kurze Unterbrechung in einem Projekt. Zählt weiter als Arbeitszeit.
Ruhepause
Echte Pause. Wird nie als Arbeit gebucht und vor dem Runden abgezogen.
Freizeit
Zeit außerhalb der Arbeit, etwa mit einem Timer ohne Projekt.
- „Pause“ am laufenden Timer wechselt in deine Ruhepausen-Kategorie, „Fortsetzen“ zurück. Die Pause wird als Phase im Eintrag festgehalten; du musst sie später nicht schätzen und abziehen.
- Über „Zeitkategorie wechseln“ am Timer wechselst du jederzeit in eine andere Kategorie, etwa in eine Kurzpause. Die bisher erfasste Zeit behält ihre Kategorie.
- Neue Timer starten mit der Standard-Zeitkategorie des Projekts oder, ohne Projekt-Vorgabe, mit deiner allgemeinen Standardkategorie.
- Unter Einstellungen → Projekte → Zeitkategorien legst du mit „Kategorie hinzufügen“ eigene Kategorien an. Self-Engine startet mit Deep Work, Arbeit, Kurzpause, Pause und Feierabend. Ist eine Kategorie in Gebrauch, bleibt ihre Klasse fest; zum Löschen wählst du unter „Ersetzen durch“ eine Kategorie derselben Klasse.


Tipp Willst du ein vollständiges Bild deines Tages, erfasse auch die Mittagspause oder den Feierabend mit einem Timer ohne Projekt. Die Karte „Zeitklassen“ auf dem Dashboard zeigt dann, wie sich dein Tag verteilt.
Zeit nachtragen
Vergessen, den Timer zu starten? Trag die Zeit einfach nachträglich ein.
Formular öffnen
Klicke im Projekt auf „Zeiteintrag hinzufügen“ (oder N). Im Kalender ziehst du einen Zeitraum auf und wählst „Erfasst“ statt „Geplant“.
Zeit und Kategorie eintragen
Wähle das Projekt oder „Ohne Projekt“, dann Startzeit, Endzeit und Zeitkategorie. Eine Notiz ist optional.
Vorschau prüfen und speichern
Unter „Rundung“ zeigt „Wird gespeichert als“, welche Zeit gebucht wird. Speichere; bei einer Überschneidung fragt Self-Engine nach.


Serie
„Als Serie erstellen“ und „Tage auswählen“ legen denselben Zeitraum für mehrere Tage auf einmal an. Das wiederholt sich nicht automatisch weiter. Überschneidungen prüfst du für jeden Tag unter „Serie prüfen“.
Phasen
Mit „Phase hinzufügen“ gibst du einem Teil des Eintrags eine andere Kategorie, etwa eine Ruhepause von 12:30 bis 13:00. „Gebucht“ zeigt die Zeit, die danach übrig bleibt. Phasen liegen innerhalb des Eintrags und dürfen sich nicht überschneiden.
Termin
Im Feld „Termin“ verknüpfst du den Eintrag mit einem Kalendertermin; „Passend“ schlägt geeignete vor. Ein Eintrag gehört zu höchstens einem Termin. Wählst du einen Termin eines anderen Projekts, wandert der Eintrag in dieses Projekt.
Pomodoro
Pomodoro teilt eine Sitzung in Arbeitsphasen und Pausen. Alle Phasen landen in einem einzigen Eintrag pro Projekt, nicht in vielen kleinen.
Arbeitsphase
Standardmäßig 25 Minuten, erfasst in der Kategorie des Timers.
Kurze Pause
Standardmäßig 5 Minuten, als Kurzpause. Zählt weiter als Arbeitszeit.
Lange Pause
Standardmäßig 15 Minuten nach vier Arbeitsphasen, als Ruhepause. Sie wird nicht als Arbeit gebucht.
- Am Timer schaltest du mit „Pomodoro aktivieren“ ein. „Pomodoro Optionen“ bietet „Timer beenden & speichern“, „Einstellungen“, „Neuen Zyklus starten“ und „Pomodoro deaktivieren“.
- Die nächste Phase startet automatisch. Hast du das ausgeschaltet, läuft die Phase in die Überzeit, bis du „Kurzpause starten“, „Lange Pause starten“ oder „Zurück zur Arbeit“ wählst.
- „Pause“ hält auch den Countdown an. Nach „Fortsetzen“ läuft die restliche Zeit der Phase weiter.
- Der Fortschritt zeigt, wie viele Arbeitsphasen du im aktuellen Zyklus geschafft hast.
- Am Phasenende hörst du einen Ton und bekommst eine Benachrichtigung, wenn du sie im Browser erlaubt hast. Verlass dich nicht darauf, wenn Self-Engine ganz geschlossen ist.
Unter Einstellungen → Projekte → Pomodoro stellst du die Dauer der Phasen, die Zahl der Arbeitsphasen bis zur langen Pause, Töne, Farben und eine Testbenachrichtigung ein. Außerdem:
- „Phasen automatisch starten“ (an): Arbeit und Pausen wechseln ohne Klick.
- „Timer nach der langen Pause automatisch beenden“ (an): Nach der langen Pause wird der Timer gespeichert.
- „Zeige ‚Weiterarbeiten?‘ nach langen Pausen“ (aus): fragt nach der langen Pause, ob du weitermachst.
- Für einen einzelnen Timer änderst du die Dauern über „Pomodoro Optionen“ → „Einstellungen“ und „Anwenden“. „Auf globale Pomodoro Einstellungen zurücksetzen“ macht das rückgängig.
Tipp Pomodoro allein macht deine Arbeit noch nicht zu Fokuszeit: Arbeitsphasen übernehmen die Kategorie des Timers. Wähle Deep Work als Kategorie oder lege in den Pomodoro-Einstellungen unter „Zeitkategorien“ fest, welche Kategorie jede Phase bekommt.
Rundung
Rundung legt fest, welche Zeit am Ende gebucht und bezahlt wird. Du stellst sie unter Einstellungen → Projekte → Zeiterfassung → „Rundung“ ein: „Rundungsintervall“, „Rundungsmodus“ (auf, ab oder zum nächsten Wert) oder „Runden in Zeitabschnitten“ mit „Zeitabschnittsintervall“.
Dauer runden
Zuerst werden Ruhepausen abgezogen, dann wird die Arbeitszeit gerundet. Der Start bleibt, das Ende verschiebt sich. Beispiel: 43 Minuten werden bei 15 Minuten und Aufrunden zu 45 Minuten.
Zeitabschnitte
Start und Ende rasten nach außen auf ein Raster ein. Jeder Abschnitt, in dem du gearbeitet hast, zählt voll. Beispiel: 10:07–10:52 wird bei 15 Minuten zu 10:00–11:00. Abschnitte, die ganz in einer Ruhepause liegen, zählen nicht.
Exakt speichern
Beim Nachtragen oder Bearbeiten kannst du auf Rundung verzichten. Dann bleibt der eingegebene Zeitraum, nur Ruhepausen werden abgezogen.
- Es gilt die genaueste Regel: Rundung am Timer vor der Projektrundung („Zeit Rundung“) vor deinen Einstellungen.
- Am Timer zeigt „Zeiterfassung anpassen“ → „Rundung“ die „Aktive Zeit“ und die „Gebuchte Zeit“. Beim Nachtragen siehst du unter „Projekt-Rundung anwenden“, was gespeichert wird.
- Rundung wirkt beim Speichern und bei bewussten Zeitänderungen. Änderst du die Einstellungen, bleiben bestehende Einträge unverändert. Zeit ohne Projekt wird nie gerundet.
- Geteilte Zeit wird einmal nach der Regel des Hauptprojekts gerundet und dann aufgeteilt; den Rundungsrest bekommt das Hauptprojekt.
Überschneidungen & Tageslimit
Überschneidet sich neue Zeit mit vorhandenen Einträgen, überschreibt Self-Engine nichts stillschweigend. Stattdessen erscheint „Zeit überschneidet sich“ mit einer Zeitleiste und den betroffenen Einträgen. Je nach Lage hast du diese Möglichkeiten:
Nur freie Zeit erfassen
Gespeichert wird nur die Zeit, die noch frei ist, gegebenenfalls in mehreren Stücken. Ist alles belegt, entsteht kein Eintrag. Vorhandene Einträge bleiben unverändert.
Überschneidung zulassen
Speichert den ganzen Zeitraum trotz Überschneidung. Steht nur zur Wahl, wenn du überschneidende Einträge in den Einstellungen erlaubt hast.
Als geteilte Zeit erfassen
Bei verschiedenen Projekten wird die gemeinsame Spanne zu geteilter Zeit. Dafür können vorhandene Einträge aufgeteilt werden.
Früheren Eintrag kürzen
Sind Überschneidungen nicht erlaubt und beginnt der vorhandene Eintrag früher, bietet „Überschneidung erkannt“ an, ihn zu kürzen oder um den neuen herum aufzuteilen („Früheren Eintrag um den neuen aufteilen“). Das geht nur bei unbezahlten Einträgen, die nicht zu geteilter Zeit gehören.
- Unter Einstellungen → Projekte → Zeiterfassung → „Überschneidungen“ legst du fest, ob nur Einträge desselben Projekts geprüft werden (Standard) oder mit „Überschneidungen über alle Projekte hinweg prüfen“ alle. „Überschneidende Zeiteinträge zulassen“ erlaubt doppelt belegte Zeit. Zeit ohne Projekt wird immer gegen alle Einträge geprüft.
- Muss ein Timer auf deine Entscheidung warten, bleibt er mit eingefrorener Zeit stehen, bis du entscheidest oder ihn verwirfst. Neu starten kannst du ihn in dieser Zeit nicht.
- „Höchstens 24 Stunden pro Tag buchen“ ist standardmäßig an: Über alle Projekte hinweg kann ein Kalendertag nicht mehr als 24 Stunden gebuchte Arbeit bekommen. Würde ein Timer das überschreiten, wartet er, bis du ihn kürzt oder verwirfst; es wird nichts heimlich abgeschnitten.
- Im Überschneidungsdialog wählst du eine Möglichkeit mit 1, 2 oder 3 und bestätigst mit Enter. „Zurück zum Formular“ lässt dich die Zeit noch ändern.
Hinweis Offline prüft Self-Engine gegen die Daten auf deinem Gerät. Erfasst du auf zwei Geräten gleichzeitig ohne Verbindung, kann eine Überschneidung erst nach dem Abgleich sichtbar werden.
Tipps für die Praxis
Gute Zeiterfassung zeigt dir, wohin deine Zeit wirklich geht, und macht deine Abrechnung verlässlich. Diese Gewohnheiten helfen:
- Starte den Timer, sobald du anfängst, nicht erst, wenn du „richtig drin“ bist. Mit T, dann S geht das ohne Maus.
- Schreib konkrete Notizen: „Login-Formular umgesetzt“ hilft dir später mehr als „Coding“.
- Kurze Unterbrechung, die zur Arbeit gehört? Wechsle über „Zeitkategorie wechseln“ in die Kurzpause; sie zählt weiter als Arbeitszeit.
- Längere Pause? Drück „Pause“ und danach „Fortsetzen“. Hast du es vergessen, trag die Pause im gespeicherten Eintrag als Phase nach.
- Wechselst du das Projekt, speichere den Timer und starte den nächsten. Wenn neue Timer andere automatisch stoppen sollen, stell das in den Einstellungen zur Zeiterfassung ein.
- Wirf am Ende des Tages einen Blick ins Cockpit: Läuft noch ein Timer, der eigentlich fertig ist?
- Nutze den „Rückblick“ im Projekt für deine Arbeitsmuster und die Karte „Zeitklassen“ auf dem Dashboard für das Verhältnis von Fokus und Pause.
- Timer vergessen? Trag die Zeit mit „Zeiteintrag hinzufügen“ nach. Ungefähr richtig ist besser als gar nicht erfasst.
Achtung Buche Ruhepausen nicht als Arbeit. Erfasse sie lieber als Pause oder ohne Projekt; dann stimmen Verdienst und Auswertung.